«Kaum jemand kann sich der digitalen Entwicklung verschliessen»

01.06.2016 - Veranstaltung

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Standortdialog 2016 bei Siemens Schweiz

Die Digitalisierung und Automatisierung verändern unsere Gesellschaft und werden immer stärker zur treibenden Kraft für Innovation und Wirtschaft. Der Kanton Zürich ist ein geeigneter Ort, um bei dieser Entwicklung prägend mitzuwirken. Diese Botschaft überbrachte der Regierungsrat Führungspersonen aus Zürcher Unternehmen am Standortdialog 2016. Schauplatz war mit Siemens Schweiz eine Firma, die durch Innovation gross wurde und auf den Standort Zürich setzt.

Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger, Bildungsdirektorin Silvia Steiner, Siegfried Gerlach, CEO Siemens Schweiz, Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh und Regierungspräsident Mario Fehr.
Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger, Bildungsdirektorin Silvia Steiner, Siegfried Gerlach, CEO Siemens Schweiz, Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh und Regierungspräsident Mario Fehr.

Der Austausch der Zürcher Regierung mit ausgewählten Führungskräften von Zürcher Unternehmen zu einem aktuellen Thema hat Tradition und wird geschätzt. So bot der Standortdialog zum Thema Digitalisierung wiederum Gelegenheit für interessante Gespräche und neue Eindrücke. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh betonte die Bedeutung dieses Austausches aus Sicht der Regierung. Auch im digitalen Zeitalter sei noch kein Kommunikationskanal und auch keine App entwickelt, welche den persönlichen Kontakt gleichwertig zu ersetzen vermag.  

Potential erkannt

Regierungsrätin Carmen Walker Späh spricht zu den Teilnehmenden.
Regierungsrätin Carmen Walker Späh spricht zu den Teilnehmenden.

Neue Technologien stellen derzeit ganze Branchen auf den Kopf und werden bald die ganze Wirtschaft erfassen. Kaum ein Unternehmen oder eine Regierung kann es sich leisten, die künftigen Entwicklungen der Digitalisierung und Automatisierung von Wirtschaftsprozessen zu ignorieren und sich vor der technischen Entwicklung zu verschliessen. Wie Regierungsrätin Carmen Walker Späh zur Begrüssung deutlich machte, kennt der Regierungsrat das Potenzial, das Digitalisierung und Automatisierung auch für im Kanton Zürich ansässige Firmen bietet. «Der Kanton Zürich mit seinem starken ICT Cluster und seinen renommierten Forschungsinstitutionen und Hochschulen ist ein geeigneter Ort, um bei dieser Entwicklung prägend mitzuwirken.»

Es fehlt an Fachkräften

Digitale Zukunft: Anhand eines futuristischen Stadtmodells mit Digitalisierungsroboter wurde den Anwesenden erläutert, wie die Digitalisierung und Automatisierung künftig unseren Alltag prägen könnte.
Digitale Zukunft: Anhand eines futuristischen Stadtmodells mit Digitalisierungsroboter wurde den Anwesenden erläutert, wie die Digitalisierung und Automatisierung künftig unseren Alltag prägen könnte.

Siemens Schweiz setzt auf den Standort Zürich und erwirtschaftet in der Schweiz mit über 5000 Mitarbeitenden 1,3 Milliarden Franken Umsatz. Für CEO Siegfried Gerlach ist die Technologieaffinität der Schweiz ein guter Boden, um durch neue Technologien attraktive Produkte schneller zur Marktreife zu bringen. „Wir leben Digitalisierung und Automatisierung!“ Allerdings sieht Gerlach auch Probleme auf uns zukommen. Es drohe ein Fachkräftemangel, auch wenn dies noch längst nicht alle wahrhaben möchten. Siemens Schweiz setzte daher bei den Sponsoraktivitäten stark auf Bildung. Bereits im Kindergarten soll der Nachwuchs mit Experimentierkästen Freude und Affinität für die Themen von morgen entwickeln. Bei einem Rundgang durch den firmeneigenen Showroom mit Trouvaillen aus der Industriegeschichte wurde den Gästen vor Augen geführt, was Innovation bereits vor mehr als hundert Jahren bewirkte. Einen Vorgeschmack der digitalen Zukunft lieferte die Demonstration eines Digitalisierungsroboters.

Lassen sich Regierungsräte digitalisieren?

Regierungspräsident Mario Fehr bedankt sich bei den Anwesenden.
Regierungspräsident Mario Fehr bedankt sich bei den Anwesenden.

Regierungspräsident Mario Fehr schloss die erfolgreiche Veranstaltung mit dem Dank an alle Beteiligten und der schalkhaften Bemerkung, ob dereinst wohl auch Roboter den Job eines Regierungsrates erledigen könnten. Recherchen der Redaktion ergaben, dass dies bis auf Weiteres kaum der Fall sein wird.

Text: Andreas Melchior
Fotos: Andreas Melchior, Andreas Bucher

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