Zürich und der Wiener Kongress

19.03.2015 - Veranstaltung

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Eine Delegation des Regierungsrates hat heute mit einem Festanlass in der Universität Zürich die 200. Wiederkunft der Erklärung über die Angelegenheiten der Schweiz vom 20. März 2015 am Wiener Kongress begangen. Regierungspräsidentin Regine Aeppli eröffnete den Festakt unter dem Titel «Zürich und der Wiener Kongress».

Regierungspräsidentin Regine Aeppli in der Aula der Universität Zürich.

«Wir gedenken heute der 200. Wiederkehr der Erklärung über die Angelegenheiten der Schweiz, die von den Acht Mächten am 20. März 1815 beschlossen wurde. Sie garantierte einerseits die Integrität der 19 Mediationskantone und fügte diesen die drei neuen Kantone Wallis, Neuenburg und Genf bei. Andererseits stellte sie fest, dass die immerwährende Neutralität der Schweiz im Interesse der europäischen Staaten liege. Das sind die beiden bekanntesten Fakten dieser Erklärung – wobei herauszustreichen ist, dass die heillos zerstrittene Schweiz diese ermächtigende Intervention ausdrücklich gewünscht hatte, ohne die sie wohl von der Bühne Europas verschwunden wäre.», sagte Aeppli in ihrer Rede.

Mit der Neutralität sei das also so seine Sache, meinte die Regierungspräsidentin. Sie sei das Pfand, das die Schweiz von den Grossmächten nur bekommen habe, weil sie sich – unter Zürcher Leitung – endlich zur internen Verständigung zusammengerauft habe. «Dass im ersten Moment nicht alle klug mit diesem Geschenk umzugehen wussten, zeigt der Burgunderfeldzug der Schweizer Truppen unter dem Glarner Oberbefehlshaber Niklaus Franz von Bachmann im Juli 1815. Dies war der letzte Schweizer Übergriff auf fremdes Hoheitsgebiet.»

Der ehemalige Bundesrat Moritz Leuenberger hielt eine unterhalsame und spannende Rede.

Als Gastredner trat anschliessend der ehemalige Bundesrat Moritz Leuenberger auf. Er hob hervor, dass die jeweilige  Vorstellung von «Neutralität» stehts auch von Aussen mit geprägt worden ist.

Unter den Gästen weilten auch mehrere Regierungsräte aus der Westschweiz.

 

Text: Cristina Casanova, Fotos: Roger Zedi

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