Im dritten Jahrtausend sollen die Stimmzettel entscheiden, nicht die Waffen

22.10.2014 - Veranstaltung

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Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein bei seiner Rede in der Aula

Am Dienstagabend sprach Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein in der Aula der Universität Zürich über sein neustes Buch «Der Staat im dritten Jahrtausend». Organisiert wurde der Anlass vom Europa Institut an der Universität Zürich EIZ.

Regierungsrat mit Fürst Hans Adam II.
Fürst Hans-Adam II. von und zu Liechtenstein (zweiter von rechts) mit den Regierungsräten Ernst Stocker und Martin Graf, Regierungspräsidentin Regine Aeppli und Regierungsrätin Ursula Gut-Winterberger.

Michael Hengartner
Michael Hengartner begrüsst in der Aula der Universität Zürich die Zuhörer.

Michael Hengartner, Rektor der Uni Zürich, begrüsste den Regierenden Fürst und Staatsoberhaupt Liechtensteins «als einen der unsrigen» – Fürst Hans-Adam II. wurde 1945 in Zürich geboren.

Der Fürst sprach über die direkte Demokratie, machte sich stark für die Selbstbestimmung kleinster Einheiten, wie etwa den Gemeinden, und sprach über die Entstehung und den Zerfall von Staaten: «Das Kommen und Gehen, das Wachsen und Zerfallen der Staaten waren leider selten friedliche Prozesse: Es gab Revolutionen, Bürger- und Eroberungskriege, wenn die Staaten geboren wurden und wenn sie untergingen. Ob wir uns diesen «Luxus» im dritten Jahrtausend noch leisten können, bezweifle ich. Anstatt den Lebenszyklus eines Staates mit der Waffe in der Hand auf dem Schlachtfeld zu entscheiden, sollte diese Frage mit dem Stimmzettel in der Hand, nach den Spielregeln des demokratischen Rechtsstaates an der Wahlurne entschieden werden.»

Zürcher Schokolade

Andreas Kellerhals und Fürst Hans-Adam II.
Andreas Kellerhals, Direktor des EIZ, lädt das Publikum zur Diskussion ein.

Er betonte seine kritische Haltung gegenüber der EU. «Wir müssen aufhören, die Vereinigten Staaten von Europa werden zu wollen. Das gibt nur Probleme.»

Andreas Kellerhals, Direktor des EIZ, übergab dem Fürst anschliessend Schokolade aus seinem Geburtsort sowie ein Schweizer Sackmesser, «weil Liechtenstein keine eigene Armee hat». Im Anschluss an den Vortrag signierte der Fürst sein Buch.

Nach dem gemeinsamen Abendessen im Haus zum Rechberg übergab Regierungsratspräsidentin Regine Aeppli Hans-Adam II. die silberne Ehrenmedaille des Kantons Zürich.

Text und Fotos: Iris Wettstein

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