Bezirksgericht Meilen: Neubau für einen zeitgemässen Betrieb

10.10.2019 - Medienmitteilung

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Das Bezirksgericht Meilen wurde 1954 erstellt. Um den heutigen Anforderungen und dem gestiegenen Platzbedarf gerecht zu werden, muss es erweitert werden. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat neue Ausgaben in Höhe von rund 17 Millionen Franken für ein entsprechendes Bauprojekt.

Die Bezirksanlage Meilen besteht aus einem Verwaltungsgebäude für das Bezirksgericht, dem Gefängnisbau sowie einem Gebäude für die Kantonspolizei. 2009 wurde das Gerichtsgebäude westlich erweitert. Seither vergrösserte sich der Personalbestand stark. Zudem genügt das Gebäude nicht mehr den heutigen Anforderungen an einen zeitgemässen Gerichtsbetrieb.

Mit dem Neubau für das Bezirksgericht sollen der zusätzliche Platzbedarf abgedeckt und die betrieblich ungünstig gelegenen Büros im Sockelgeschoss aufgehoben werden. Die neuen Gerichtssäle entsprechen den Bedürfnissen aller Prozessbeteiligten und erfüllen künftig auch erhöhte Sicherheitsanforderungen bei Zivil- und Strafverfahren. Zudem ist gewährleistet, dass das Gericht seiner Pflicht zur Archivierung der Akten nachkommen kann.  

Trennung von öffentlichem und internem Bereich

2016 gewann das Architekturbüro raumfindung architekten GmbH aus Rapperswil den offenen Wettbewerb. Demgemäss wird der bestehende Gerichtsbau auf der gegenüberliegenden Strassenseite durch einen dreigeschossigen Neubau erweitert. Darin werden die publikumsintensiven Nutzungen wie Gerichtssäle, Verhandlungszimmer, Empfang und Kasse zusammengelegt. Der Neubau teilt sich konsequent in einen öffentlichen und einen gesicherten internen Bereich. Im bestehenden Gebäude aus dem Jahr 1954 werden künftig alle Büroarbeitsplätze des Bezirksgerichts untergebracht. Die beiden Bauten werden aus Sicherheits- und Logistikgründen durch einen unterirdischen Gang verbunden. Der Neubau wird in Minergie-P erstellt, auf dem Dach wird eine Photovoltaik-Anlage installiert.

Die Gesamtkosten des Bauprojekts werden auf 16,93 Millionen Franken veranschlagt. Sofern der Kantonsrat dem Objektkredit zustimmt und keine Rekurse gegen das Bauprojekt erfolgen, können die Bauarbeiten Mitte 2020 beginnen. Der Neubau sollte Mitte 2022 bezugsbereit sein.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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